„In früherer Zeit konnten Männer einen Drachen erlegen oder etwas anderes Heroisches tun. Heutzutage ist es schwierig, so etwas zu finden. Dabei sollten alle Menschen in ihrem Leben etwas Heldenhaftes tun. Für mich war das Arctic Circle Race nicht einfach nur ein sportlicher Wettbewerb – es war ein heroisches Event!”

Das härteste Langlaufrennen der Welt

Immer wieder schaffen es Menschen bekannte Grenzen zu verschieben. Oft sind das Abenteurer und Enthusiasten, die sich nicht mit den gewöhnlichen Möglichkeiten zufriedengeben und lieber Visionen und Tatendrang entwickeln – etwa um einer regionalen Aktivität internationales Format zu verpassen.

Kulturelle und sportliche Institution

In der grönländischen Arctic Circle Region entstand der Wunsch, das härteste Skilanglaufrennen der Welt zu schaffen, welcher sich mit dem ersten Arctic Circle Race 1998 verband. Die regionalen Hintermänner dieser Unternehmung können mit gutem Gewissen als Entdecker bezeichnet werden, die ein Skirennen entwickelt haben, welches heute eine kulturelle und sportliche Institution in Sisimiut darstellt, wo der Lauf startet und endet.

Das erste Arctic Circle Race fand 1998 statt.

"Ich nahm einmal an einem 7-Tage, 440-km-Rennen in Russland teil, aber es war nicht so schwer, wie dies wegen der hohen Berge in Sisimiut ist!"

Dreitägiger Abenteuer-Skilanglauf in Grönland

Konkurrierende Veranstaltungen haben zwar ähnlich lange oder teils längere Tagesetappen als  das Arctic Circle Race. Dies gilt sowohl für den Vasa-Lauf in Schweden als auch den Birkebeiner-Lauf in Norwegen.

Der Übungslauf Canadian Ski Marathon verläuft sogar über die gleiche Distanz wie das Arctic Circle Race, doch kein anderes Rennen kombiniert Wettstreit mit 160 Kilometern hügeligem Adventure-Skilauf durch bergiges Terrain und Übernachtungen im Zeltlager in der Wildnis.

Abenteuer und Quälerei

Körper und Geist werden auf dieser langen Strecke ganz schön gequält, die sich sicherlich nicht für Jedermann eignet. Zudem ist man drei Tage lang für sich selbst, seine Nahrung und Ausrüstung verantwortlich. Geschlafen wird dann im Schlafsack und gegessen, was aus der Tüte kommt.

Trotzdem ist die Teilnahme am Arctic Circle Race für Skiläufer unterschiedlicher Niveaustufen möglich. Jedes Jahr kommen die Teilnehmer aus bis zu zwanzig verschiedenen Ländern, viele aber auch aus Grönland selbst. Sowohl Hobbyläufer als auch professionelle Skilangläufer gehen an den Start. So ganz schlecht ganz es da wohl nicht sein.

  • Das Arctic Circle Race verläuft über 3 Tage und 160 Kilometer.
  • Der Lauf startet und endet in Sisimiut.
  • 1998 fand das Rennen zum ersten Mal statt und wird in der Regel zwischen Ende März und Anfang April ausgetragen.
  • Mehr als 150 Teilnehmer starten jedes Jahr.
  • Das Arctic Circle Race hat einen gewählten Vorstand und wird durch die Arbeit Freiwilliger getragen.
  • Anmeldung via Arctic Circle Race Website.
  • Der Lauf ist zugleich Herausforderung für Langläufer und kulturelles Erlebnis.

Freiwillige und Einheimische packen an

Das Arctic Circle Race wird vom Engagement der Freiwilligen und der lokalen Skibegeisterung getragen. Auf der Strecke treffen die Teilnehmer täglich auf viele Menschen aus Sisimiut, die einen Teil der großen Gruppe Freiwilliger ausmachen, die das Rennen genau so wie die Läufer selbst prägen.

Entlang der Strecke finden sich betreute Verpflegungsstationen, und die schwersten Ausrüstungsteile werden zum Camp transportiert. Polizei und Feuerwehr garantieren die Sicherheit der Piste und organisieren den Transport Verletzter mit Schneescootern. Im Hauptzelt des Camps sorgt das Küchenteam für Snacks und Getränke.

Kontakt zu den Menschen vor Ort

Die Freiwilligenarbeit ist wichtiger Bestandteil des Rennens, in die mehrere hundert Menschen der nur 5.600 Einwohner von Sisimiut wochenlang involviert sind. Oder sie laufen selbst mit. Daher werden Sie als Teilnehmer ständig im Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung sein. Auch das macht diesen Skilauf zu einer ganz besonderen Begegnung.