FLUSSFISCHEN IN GRÖNLAND

Wenn die Saiblinge im Juni in die grönländischen Fjorde ziehen, haben die Angler aus aller Welt längst ihre Reise geplant und die Angelausrüstung verpackt. Das wissen wir, da sie schon im Juli vor der Tür stehen, sobald die Fische in großer Zahl in die Flüsse kommen und sich dort fortpflanzen.

Schnell beginnt eine kurze, intensive Saison, in der die Saiblinge versuchen, den Angelrouten zu entkommen. Das Duell fordert beide Parteien, ähnlich wie dies beim Fang des Seelachses geschieht.

Schnell beginnt eine kurze, intensive Saison, in der die Saiblinge versuchen, den Angelrouten zu entkommen.

  • Die Flussfischerei wird mit Köder ohne Widerhaken durchgeführt, die Fischer nehmen nur die Fische mit, die sie unterwegs auf der Tour auch essen und Lebendfang wird wieder ausgesetzt.
  • Für jegliche Form des Flussfischens wird eine Lizenz benötigt, die 75 Dänische Kronen pro Tag und 200 Kronen pro Woche kostet.

FORELLENFLÜSSE IN WESTGRÖNLAND

In Westgrönland konzentriert sich der Flussfischfang auf die Umgebung von Sisimiut, Maniitsoq und Kangerlussuaq, wo knapp ein Dutzend Flüsse in Küstennähe ideale Angelbedingungen bieten. 

Die Fanggebiete liegen in der Wildnis und können nur mit Boot oder Helikopter erreicht werden. Mehr als 6 bis 12 Fischer sind so gut wie nie an einem Fluss aktiv, weshalb diese Enthusiasten ein wahrlich exklusives Angelerlebnis vorfinden, wie man es weltweit selten findet.

Regionale Tourenanbieter mit hervorragender Orts- und Angelkenntnis organisieren in Zusammenarbeit mit Fischfangexperten Camps und Transporte. In den Monaten Juli und August wird dann sowohl das Fliegenfischen als auch das Spinnfischen betrieben.

FLUSSFISCHEN IN SÜDGRÖNLAND

Südgrönland wird auch die Speisekammer Grönlands genannt. Die Einheimischen schätzen seit den ersten Einwanderungen hier ihre Flüsse für die großen Bestände an Saiblingen.

Bei der Farm Ipiutaq in der Nähe von Narsaq, und in den Flüssen tief im Tunulliarfik, auch als  Eriksfjord bekannt, können von Mitte Juli bis September Spinner und Fliegenrute perfekt eingesetzt werden. Ilua ist ein schöner, kleinerer Fluss, der sich wie andere klare Flüsse in der Umgebung gut zum Fliegenfischen eignet, während die direkt aus dem Inlandeis strömenden, dunkleren Flüsse ideal zum Spinnfischen sind.

Die Zugänglichkeit der einzelnen Flüsse macht organisierte Tagesausflüge besonders von Narsarsuaq aus möglich. Wir erleben oft Angler, die sich ihre Ausflüge in der Region wie ein À-la-Carte-Menü zusammenstellen, ganz genau nach ihren persönlichen Wünschen.

  • Zu nahezu allen Angelstellen gelangt man nur per Flugzeug/Helikopter oder Boot und dabei sollten Sie beachten, dass für jeden Ausflug hier das Boot für den Passagierverkehr zugelassen sein muss.
  • Ein Gesetz zum grönländischen Nutzungsrecht der Flüsse ist auf dem Weg, welches in den kommenden Jahren Exklusivität und Produktqualität deutlich verbessern wird.

EINHEIMISCHE KULTUR UND FLUSSFISCHEN

Wenn Sie Zeit und Lust haben, einmal vom Fluss wegzuschauen und einen Moment finden, in dem es nicht um die besten Fangerlebnisse geht, dann sollten Sie sich einmal mit der Kultur beschäftigen, die Teil dieser Landschaft ist.

In Südgrönland haben die Nordmänner oder Wikinger viele Ruinen hinterlassen, die an eine Einwanderungswelle erinnern, die eng mit den transatlantischen Schifffahrtswegen verbunden ist. Traditionen der norrönen Landnahme leben heute in Landwirtschaft und Schafzuchten fort.

In Westgrönland kommen einheimische Familien schon über Generationen zu den Ufern der Forellenflüsse. Sie schlagen hier ihr Lager auf oder kommen an den Wochenenden im Sommer zu Besuch. Sie werden oft erleben, wie Fische in Öfen geräuchert werden, die nur aus Materialien der Natur aufgebaut wurden. Menschen gehen auf Rentierjagd und erzählen Geschichten von Fang und Gemeinschaftsleben. Einheimische und Sportfischer finden entlang des Flusses mit großem Platzangebot verschiedene Stützpunkte, so dass man sich nicht gegenseitig in die Quere kommt.