Bonusmaterial am nächtlichen Himmel

Nordlichter sind die grönländische Art, ein wenig Bonusmaterial in das Winterabenteuer zu bringen. Gratis und für alle zugänglich! Sie brauchen nur warme Kleidung, ein Paar feste Stiefel, ein wenig Ausdauer und vielleicht noch eine Kanne Kaffee und jemanden, mit dem Sie diese Erfahrung teilen möchten.

Auch wir begeistern uns für dieses Phänomen. Wir verfolgen die Nordlichtprognosen online, folgen den aktuellen Berichten über die Nordlichtausbreitungen in der Arktis, fotografieren enthusiastisch und lieben es einfach, unsere Gäste mit unter den Sternenhimmel zu nehmen.

Das Nordlicht ist somit Teil der visuellen Identität Grönlands, betont den arktischen Touch und füllt die Polarnächte mit Mythen, Magie und eisklaren Wintererlebnissen.

„Sie haben sich sehr schnell bewegt. Sie tanzten richtig! Das war ein echtes Erlebnis! Das ist eine einmalige Erfahrung. Für mich sind sie sehr aufregend!”

„Wir sind die ganze Nacht aufgeblieben, um sie zu sehen! Es ist schwierig, die Worte zu finden, die sie beschreiben können. Manchmal kannst du fast durch sie durchsehen, sie sind dann wie graue Streifen.”

NORDLICHTER IN GRÖNLAND

Ein Ortsname fällt immer wieder, wenn es um den besten und zugänglichsten Ort in Grönland geht, an dem man Nordlichter beobachten kann. Die Stadt Kangerlussuaq mit dem internationalen Flughafen kommt mit ihrer einzigartigen Lage und Bergen und Eis auf mehr als 300 klare Nächte pro Jahr.

Wie im restlichen Land auch dauert die Nordlichtsaison in Kangerlussuaq von Ende September bis Mitte April. Fast ohne Lichtverunreinigungen und nur noch ein kurzes Stück von Grönlands einzigem Schotterweg entfernt, der direkt zum Inlandeis führt, sind die Nordlichtbedingungen hier optimal.

Doch auch wenn die Situation in Kangerlussuaq einmalig ist, sind Nordlichter an vielen Orten in Grönland ein fast üblicher Bestandteil des Nachthimmels. Sogar über der Hauptstadt Nuuk ist das Nordlicht trotz vieler Lampen klar sichtbar und lässt die Menschen auf ihrem Heimweg von der Arbeit manchmal mitten auf der Straße stehenbleiben.

WISSENSCHAFT UND MYTHOS

Was genau sind Nordlichter eigentlich? Sie sind elektrisch geladene Sonnenpartikel, die auf unsere Atmosphäre treffen und ein Lichtphänomen aus wechselnden Farben hervorrufen, das enthüllt, in welcher Entfernung von der Erdoberfläche die Partikel auf die Atmosphäre treffen.

Doch ist die wissenschaftliche Erklärung für das sogenannte Aurora Borealis wirklich der Grund dafür, dass wir jedes Mal wieder innehalten, wenn wir ein Nordlicht sehen? Werden wir nicht vielmehr an etwas Größeres, etwas Magisches erinnert, das auch die nordlichtverwöhnten Grönländer dazu bringt, in den Himmel zu starren?

  • Das Nordlicht ist ein ganzjähriges Phänomen, welches aber nur in der Periode von Ende September bis Mitte April gut gesehen werden kann.
  • In Kangerlussuaq, Sisimiut und Ilulissat finden im Winterhalbjahr geführte Nordlichttouren statt.
  • Aktualisierte Informationen zu Sonnenaktivitäten und Nordlichtern über der Arktis finden Sie auf Space Weather Prediction Center.
  • Das Nordlicht wird auch Aurora Borealis genannt. Ein verwandtes Phänomen ist das Aurora Australis oder Südlicht. Diese beiden Erscheinungen kommen immer parallel zueinander vor, da die geladenen Sonnenpartikel, welche auf die Atmosphäre treffen, sich auf dem magnetischen Gürtel zwischen den Polen hin und her bewegen.
  • Die Färbungen des Nordlichts variieren von grün über rot bis zu türkis und bläulich und sind von den Partikeltypen abhängig. Auf Webexhibits finden Sie weitere Informationen zu Farben und deren Ursachen.

MYTHENUMWOBEN

Auf jeden Fall wissen wir, dass die gleiche Faszination, die sowohl wir als auch Sie als unser Gast erleben, schon die Phantasie unserer Vorfahren herausgefordert hat. Eine bekannte Sage erzählt, dass der Tanz der Nordlichter am Nachthimmel zeigt, wie die Verstorbenen im Himmel Fußball spielen – mit einem Walrossschädel als Ball.

Heute meinen einige Völker sogar, dass Kinder besonders klug werden, wenn sie in einer Nacht mit Nordlichtern gezeugt werden. In dem Fall müssten wir uns in Grönland keine Sorgen um die Bildung unserer Kinder machen.