In den grönländischen Gewässern schwimmen um die 15 verschiedenen Walarten.

Grönlands Wale

In den grönländischen Gewässern kommen regelmäßig um die 15 Walarten vor, aber nur drei von ihnen halten sich in Grönland im Winter auf: der Beluga, der Narwal und der Grönlandwal. Walarten wie der Blauwal und der Schwertwal werden nur selten gesichtet.

Während eines Sommerurlaubs in Grönland sieht man mit dem Buckelwal, dem Minkwal und dem Finnwal in der Regel völlig andere Walarten.

Der Buckelwal

Der Buckelwal ist trotz seiner Länge von bis zu 18 Metern und einem Gewicht von bis zu 30 Tonnen der Akrobat unter den großen Walen.

Buckelwale aller Altersstufen springen aus den Wasser und wedeln mit der Schwanzflosse und mit den Flossen. Diesen Wal erkennt man leicht an seiner buckeligen Rückenfinne sowie an den weißen Flossen, und er erhebt oft seine Schwanzflosse, wenn er in die Tiefe abtaucht.

Die Unterseite der Schwanzflosse hat charakteristische schwarze und weiße Muster. Vor allem bei Nuuk, Aasiaat und Qeqertarsuaq, aber auch bei Sisimiut, Maniitsoq und Paamiut bestehen von April bis November sehr gute Möglichkeiten um den Buckelwal bei der Jagd auf Fische, Tintenfische und Krill zu beobachten. In den vergangenen Jahren wurde der Buckelwal auch häufiger bei Ilulissat gesichtet.

Buckelwale aller Altersstufen springen aus dem Wasser und wedeln mit der Schwanzflosse. 

Der Minkwal ist ein relativ kleiner Wal, der nur maximal 10 Meter lang wird und bis zu 10 Tonnen wiegen kann.

Der Minkwal

Der Minkwal ist ein relativ kleiner Wal, der nur maximal 10 Meter lang wird und bis zu 10 Tonnen wiegen kann. Der Minkwal ist beim Springen aus dem Wasser beobachtet worden, aber normalerweise sieht man nur den Blas und die Rückenfinne in den grönländischen Gewässern.

Der Wal lebt von Mai bis Oktober in den Fjorden und an den Küsten in Süd- und Westgrönland bis einschließlich der Diskobucht. Die Minkwale sind jedoch dafür bekannt, an ungewöhnlichen Orten zu ungewöhnlichen Zeitpunkten im Jahr aufzutauchen. Es werden keine Walsafaris speziell für Minkwale arrangiert, man sieht sie aber oft während einer Bootsfahrt.

Der Finnwal

Der Finnwal ist mit seinen bis zu 27 Metern Länge nach dem Blauwal die zweitgrößte Tierart der Welt. Er kann bis zu 100 Tonnen schwer werden und wird gelegentlich während Bootstouren vor allem bei Uummannaq gesehen, aber auch bei Qaqortoq und in der Diskobucht sowie ab und zu in den grönländischen Fjorden.

Er ernährt sich vor allem von Fischen, Tintenfischen und kleinen Krebsen. Der Finnwal hebt beim Abtauchen selten die Schwanzflosse, wirft sich aber manchmal aus dem Wasser empor und klatscht mit den Flossen ins Wasser.

In Grönland sieht man im Winter und einem Teil des Frühlings in der Regel nur drei Walarten. Dafür handelt es sich um ganz besondere Wale, die man nicht an vielen anderen Orten auf der Welt sieht, nämlich den Grönlandwal, den Narwal und den Beluga.

In Grönland sieht man im Winter und einem Teil des Frühlings in der Regel nur drei Walarten.

Der Grönlandwal

Der Grönlandwal ist eine arktische Walart, die sich normalerweise im Frühling in der Nähe von Qeqertarsuaq bei der Diskoinsel aufhält um Mitte Mai den nördlichen Teil der Baffinbucht, das Meer zwischen Kanada und Grönland, anzusteuern.

Der Grönlandwal wird bis zu 200 Jahre alt und war im 17. und 18. Jahrhundert das bevorzugte Beutetier der Walfänger. Der Wal kann bis zu 90 Tonnen wiegen und maximal 20 Meter lang werden. Im Vergleich zu den anderen Walarten hat der Grönlandwal die dickste Speckschicht (25-45 cm) und die längsten Barten (3,5 m).

Der Grönlandwal wird bis zu 200 Jahre alt und war im 17. und 18. Jahrhundert das bevorzugte Beutetier der Walfänger.

Die Zähne kommen unter anderem im Paarungskampf zum Einsatz. 

Der Narwal

Der Narwal ist ein mittelgroßer Zahnwal, der zwischen 800 und 1600 kg auf die Waage bringt. Er ist vor allem für seinen charakteristischen, nach links gedrehten Stoßzahn bekannt, der bei einigen männlichen Exemplaren bis zu 3 Meter lang sein kann - zusätzlich zur Körperlänge von 4 bis 5 Metern.

Die Zähne kommen unter anderem im Paarungskampf zum Einsatz, wo ab und zu so kräftig gekämpft wird, dass die Zähne splittern. Die Zähne des Narwals wurden im Mittelalter als Horn eines Einhorns verkauft und waren zwischen Inuit und Wikingern eine sehr gefragte Handelsware. In Grönland sieht man die Narwale am häufigsten in der Melville-Bucht, im Gebiet um Qaanaaq sowie bei Nordostgrönland.

Der Beluga

Der Beluga ist wie der Narwal ein mittelgroßer Zahnwal. Er misst zwischen 3 und 5 Metern und wiegt in der Regel zwischen 400 und 1500 kg.

Der Beluga tritt häufig in kleinen Gruppen von 5 bis 10 Tieren auf, wurde aber auch in Schulen von mehreren Tausend Tieren gesehen. Der Beluga kann für bis zu 15 Minuten bis zu 600 Meter in die Tiefe tauchen.

Er taucht normalerweise 5 bis 6 Mal flach ab, bevor er tiefer abtaucht um Fische, Tintenfische und Krebse zu fangen. In Grönland können die Belugas zwischen Maniitsoq und der Diskobucht sowie bei Qaanaaq und Upernavik gesichtet werden.

Der Beluga kann für bis zu 15 Minuten bis zu 600 Meter in die Tiefe tauchen.