Millionen Kubikmeter Süßwasser sind im grönländischen Eis eingeschlossen. 

Grönland und die globale Erwärmung

Die Klimaveränderungen und die globale Erwärmung sind weltweit heiß diskutierte Themen, die auch Grönland betreffen, da das Inlandeis oft in den Debatten zum globalen Temperaturanstieg erwähnt wird.

Millionen Kubikmeter Süßwasser sind im grönländischen Eis eingeschlossen; dies macht insgesamt 10 % der gesamten Trinkwasservorräte der Welt aus.  

Treibhausgase und Kohlendioxid

Der springende Punkt in der Klimadebatte ist die Frage, inwiefern die steigenden Temperaturen eine natürliche Entwicklung oder vom Menschen verursacht sind. Mit anderen Worten geht es darum, ob der vom Mensch verursachte Ausstoß von Treibhausgasen und Kohlendioxid zur globalen Erderwärmung beiträgt.

Heute zweifelt auch eine zunehmende Anzahl Klimaskeptiker nicht mehr daran, dass der Mensch an der globalen Erwärmung beteiligt ist. Bis heute haben sich über 192 Länder der Kyoto-Vereinbarung der UN angeschlossen, die zum Ziel hat, den industriellen Ausstoß von Kohlendioxid zu reduzieren, welches im Verdacht steht, die globale Erderwärmung zu verstärken.   


Heute zweifelt kaum jemand mehr daran, dass der Mensch an der globalen Erwärmung beteiligt ist.

Die Ostgrönländer sehen weniger Eis aus dem Polarmeer als früher.

Das schmelzende grönländische Eis

Falls die Temperaturen weiterhin steigen, liegt die Frage nahe, wie viel des sich auf der Welt befindenden Eises betroffen ist. Die Fänger bei Qaanaaq sagen, dass die Eisschollen heute um einen Meter dünner sind als früher. Die Ostgrönländer sehen weniger Eis aus dem Polarmeer als früher, und Glaziologen sowie Touristen berichten, dass sich die Gletscherfronten in gewissen Bereichen des Landes Jahr für Jahr weiter zurückziehen.

Dies betrifft unter anderem auch den auf der Unesco-Liste stehenden Eisfjord bei Ilulissat, der sich zwischen 2001 und 2004 um fast 10 km zurückgebildet hat. Die Wissenschaftler beschäftigen sich nun mit der Frage, ob das Abschmelzen des Eises schneller geschieht als die Neubildung von Eis. Die neuesten Untersuchungen und Studien zeigen, dass in Grönland zur Zeit die Bildung von neuem Eis langsamer verläuft als das Abschmelzen des Inlandeises.  

Arktische Trinkwasserreserven in Gefahr

Sowohl Wissenschaftler als auch Laien richten die Aufmerksamkeit auf das 2,85 Millionen km3 große Inlandeis, das langfristig als Folge der konstant ansteigenden Temperaturen schmelzen kann. Falls dies passiert, steigt der Meeresspiegel um sechs bis sieben Meter an.

Das Zeitfenster für dieses Szenario beträgt einige Hunderte oder mehrere Tausende Jahre - Forschermeinungen variieren diesbezüglich.

Falls dies passiert, steigt der Meeresspiegel um sechs bis sieben Meter an.

Die Frage ist nur, wie viel...

Es gibt immer noch viel Eis zu sehen

Während es noch unsicher ist, wie schnell das Eis schmilzt und man den komplexen Zusammenhang zwischen den Ursachen für die erhöhten Temperaturen noch nicht kennt, ist eine Sache sicher:

Es wird noch immer neues Eis auf dem Inlandeis gebildet, und die nächsten Generationen können in Grönland noch immer jede Menge Eis bewundern. Die Frage ist nur, wie viel...

Infografik zur Klimaveränderung

Die globale Erwärmung und das Abschmelzen des grönländischen Inlandeises wirken sich stark auf Menschen, Natur und Tierleben in der Arktis und im Rest der Welt aus. In dieser Infografik werden einige Konsequenzen sichtbar gemacht. Die Infografik ist frei zum Download und zur Benutzung verfügbar.