Im fruchtbaren Südgrönland liegt die gut erhaltene Ruine einer der ersten christlichen Kirche auf dem nordamerikanischen Kontinent. 

Gut erhaltene Ruine

Im fruchtbaren Südgrönland liegt die gut erhaltene Ruine einer der ersten christlichen Kirche auf dem nordamerikanischen Kontinent, der Kirche von Hvalsey.

Viele Jahre bevor Kolumbus auf die Idee kam, Richtung Westen zu segeln um einen kürzeren Weg nach Indien zu finden, waren die Wikinger bereits in Grönland etabliert gewesen. Die fruchtbaren südgrönländischen Fjorde hatten die Wikinger aus Island angezogen, und in dem neuen Land wurden viele Höfe gebaut und Landwirtschaft betrieben.

Die Kirche von Hvalsey - über 1000 Jahre alt

Das Christentum war in Europa auf dem Vormarsch und erreichte auch das abgelegene Grönland. Im Jahr 1000 wurde das Christentum eingeführt und kurz danach die ersten Kirchen erbaut. Die Kirche von Hvalsey wurde vermutlich im 14. Jahrhundert erbaut, sie ist die am besten erhaltene Kirche unter den grönländischen Kirchen aus dieser Zeit.

Die am besten erhaltene Kirche unter den grönländischen Kirchen aus dieser Zeit

Wenn man die gut erhaltene Kirchenruine betritt, spürt man deutlich den Geist der Geschichte.

5-6 Meter hohe Steinwände

Wenn man die gut erhaltene Kirchenruine betritt, verspürt man deutlich die historische Atmosphäre. Es ist, als ob die Wikinger gerade erst das Gebäude verlassen hätten. Das Holzdach und die Innenausstattung sind zwar nicht mehr da, ansonsten steht die Kirche noch immer so, wie sie im 15. Jahrhundert mit 5-6 Meter hohen Steinwänden verlassen wurde.

Vom Friedhof, der um die Kirche herum lag, ist heute nichts mehr zu sehen, die Steinmauer um den Friedhof herum kann jedoch im Gelände erahnt werden.

Wichtiger Versammlungsort

Die Schafe grasen in der Nähe und knabbern am Gras und an den zarten grünen Trieben, ein Rabe fliegt vorbei und kräht heiser. Abgesehen davon begegnet den Besuchern dieses historischen Ortes eine ohrenbetäubende Stille. Die Berge und der Fjord an der Kirche haben sich in den vergangenen Jahrhunderten nicht verändert.

An den kirchlichen Feiertagen kam man von nah und fern zusammen, die Schiffe der Wikinger lagen nebeneinander im Fjord und auf dem Landwege reiste man zu Pferd oder zu Fuß an. Genau westlich der Kirche liegen Ruinenreste eines großen Wohnkomplexes mit Ställen und einem Raum für Feierlichkeiten für die vielen Besucher.

Die Berge und der Fjord an der Kirche haben sich in den vergangenen Jahrhunderten nicht verändert.

An den kirchlichen Feiertagen kam man von nah und fern zusammen, die Schiffe der Wikinger lagen nebeneinander im Fjord und auf dem Landwege reiste man zu Pferd oder zu Fuß an. Genau westlich der Kirche liegen Ruinenreste eines großen Wohnkomplexes mit Ställen und einem Raum für Feierlichkeiten für die vielen Besucher.

Letzte Zeugnisse aus dem Jahr 1408

Der letzte schriftlich festgehaltene Gottesdienst in der Kirche von Hvalsey war eine Hochzeit, die am 16. September 1408 stattfand. Dies wurde einige Jahre später auf Island festgehalten. Es wird von vielen Besuchern in der Kirche an besagtem Tag berichtet. Dies ist ein Indiz dafür, dass es zu dem Zeitpunkt dort noch immer viele Wikinger gab.

Im Fjord liegt heute anstatt der Schiffe der Wikinger das moderne Motorboot, das die heutigen Besucher zur Kirche bringt.

Im Fjord liegt heute anstatt der Schiffe der Wikinger ein modernes Motorboot. 

In Südgrönland gibt es viele Ruinenreste aus dieser Zeit zu entdecken.

Großzügig verteilte Ruinen

In Südgrönland gibt es überall viele Ruinenreste aus dieser Zeit. Falls Sie diesen interessanten Ort in Grönland besuchen möchten, kann die Touristeninformation in Qaqortoq, Greenland Sagalands, behilflich sein. Nähere Informationen unter www.sagalands.com. Aber auch die Touristeninformation in Narsarsuaq, www.blueice.gl sowie das Narsaq Tourist Office können dabei behilflich sein, den Weg zu anderen Wikinger-Ruinen in Südgrönland zu finden.