EINE SIEDLUNG MIT PERSÖNLICHKEITEN

Igaliku zieht große Persönlichkeiten an. Entweder gründeten diese mal eben einen Bischofssitz hier, wie es die Wikinger 1124 mit Gardar schafften, oder sie ziehen an einen seit Jahrhunderten verlassenen Ort und gründen dort eine neue Siedlung, wie es der Norweger Anders Olsen gemeinsam mit seiner grönländischen Frau Tuperna 1783 tat.

Marlene Dietrich, so wird berichtet, kam während des 2. Weltkrieges vorbei, als sie die amerikanischen Soldaten im nahgelegenen Narsarsuaq besuchte. Heute ist die kleine Schafzüchtersiedlung mit nur 27 ganzjährigen Bewohnern Ferienwohnsitz der Künstlerin Aka Høegh und Heimat von Christian Egede, der dafür bekannt ist, direkt vor seiner Haustür auf dem Akkordeon zu spielen.

Die Siedlung Igaliku übt eine besondere Anziehungskraft auf starke Persönlichkeiten aus.

Bei Grönlands ältester Schafzüchtersiedlung sind die hohen Berge auch im Sommer von Schnee bedeckt.

Schafe und grünes Weideland

Wenn Sie erst einmal von der Brücke in Itilleq über den Königsweg nach Igaliku gewandert sind oder mit einem Boot von Qaqortoq aus kommen, werden Sie die Anziehungskraft spüren, die Igaliku auf seine besonderen Gäste ausübt.

Bei Grönlands ältester Schafzüchtersiedlung sind die hohen Berge auch im Sommer von Schnee bedeckt. Es präsentieren sich vielseitige Blumen in den hügeligen Tälern – und natürlich viele Schafe und grünes Weideland. Eine Ansammlung von Sandsteinhäusern sticht aus der typischen grönländischen Architektur der Holzhäuser hervor und kennzeichnet die Siedlung als einen Ort mit viel Geschichte und einer dynamischen Gegenwart.

SIEDLUNG MIT VIELEN BEWUNDERERN

Igaliku ist ein familienfreundliches Ausflugsziel mit kurzen und langen Wanderwegen rundherum. Die Möglichkeiten für Aktivitäten sind vielseitig: Kajakverleih, Besuche auf dem Bauernhof und kulturhistorische Entdeckungen um die Ruinen des früheren Bischofssitzes und des 1000 Jahre alten Bewässerungssystems, das heute noch teilweise genutzt wird. 

Besonders Anfang August erfreut sich die Siedlung zahlreicher Besucher, die den Geburtstag von Siedlungsgründer Anders Olsen feiern. Nachfahren kommen dann hierher, um ein Fest zu feiern, das es sich wirklich zu besuchen lohnt. Sie müssen nur eine Übernachtungsmöglichkeit und einen Platz auf einem der Boote finden, da zu diesem besonderen Datum viele Grönländer nach Igaliku reisen.

  • Igaliku – „Der Ort, der einem Kochtopf ähnelt“ – wurde 1782 vom Norweger Anders Olsen und seiner grönländischen Ehefrau Tuperna gegründet.
  • Die Siedlung wird auch Gardar genannt, nach dem Bischofssitz der Wikinger aus dem 12. Jahrhundert.
  • Igaliku besteht heute aus Schafzuchten und hat 27 feste Bewohner.
  • Das Siedlungshotel in Igaliku vermietet Hotelzimmer und Hütten.
  • Das Hotel serviert Mahlzeiten und betreibt das Igaliku Café. 
  • Das Gardar Hostel bietet Übernachtungsmöglichkeiten im klassischen Jugendherbergsstil.
  • Der Einkaufsladen Pilersuisoq hat Alltagswaren im Angebot.

WANDERTOUREN UM IGALIKU

Igaliku ist nicht nur mit dem Boot erreichbar. Über das Gebirge führt von Qaqortoq aus eine fünftägige und gut markierte Route hierher. Diese bietet u.a. die Möglichkeit, den Berg Redekammen und auf einem kleinen Abstecher die guterhaltene Kirchenruine von Hvalsey zu besuchen, eines der markantesten Wahrzeichen der Wikinger in Grönland.

Von Igaliku aus führt ein Bergpfad auf einer Tagestour gen Norden zum Aussichtspunkt am Eisfjord Qooroq. Andere Gäste grüßen lieber die Schafe im hügeligen Weideland oder entspannen auf der Terrasse des örtlichen Hotels, wo immer Zeit für eine gute Tasse Kaffee ist.