Am Ende der Welt

Ittoqqortoormiit ist andersartig. Viele Gäste erleben es bereits als Abenteuer hierherzukommen, da der Ort weit von allen anderen bewohnten Gegenden in Grönland entfernt liegt. Der nächste Nachbar ist der größte Nationalpark der Welt, wo die Sirius-Patrouille des dänischen Militärs mit Hundeschlitten unterwegs ist und auch die einzigen menschlichen Bewohner stellt. Die Landschaft wird von Kleinwild, Vögeln, Eisbären, Moschusochsen, Rentieren, Walrossen und 18.000 Kilometern unwegsamer Küstenlinie geprägt.

Zudem liegt die Stadt am größten und längsten Fjordsystem der Welt und die speziellen Basaltberge mit ihren horizontalen Linien zwischen den Klippen unterscheiden sich massiv vom Rest des Landes. Dies ist der Übergang ins nun noch viel kargere Nordostgrönland.

Viele Gäste erleben es bereits als Abenteuer hierherzukommen, da der Ort weit von allen anderen bewohnten Gegenden in Grönland entfernt liegt.

  • Ittoqqortoormiit wurde 1925 gegründet. Menschen aus Tasiilaq und einzelne Familien aus Westgrönland wurden hierher umgesiedelt. Dies gehörte zur Strategie einer territorialen Ausweitung der Kolonialmacht Dänemark in Grönland.

  • Die Stadt hat heute ca. 450 Einwohner, die hauptsächlich von Fang und Tourismus leben.

  • In der Stadt gibt es einen Einkaufsladen und ein paar Kioske.

  • Der nahgelegene Nationalpark ist der weltgrößte. Dort liegt u.a. der Gunnbjørns Fjeld, mit 3694 Metern der höchste Berg in der Arktis.

 

MEER UND EIS BILDEN DIE EXISTENZGRUNDLAGE

Obwohl das Meereis neun Monate pro Jahr den Schiffszugang nach Ittoqqortoormiit versperrt, ist der Ort wichtige Anlaufstelle für kleine Kreuzfahrtschiffe auf Expeditionsreisen in Ostgrönland. Hier können die nordostgrönländische Natur, das wilde Tierleben und die Inuitkultur erlebt werden.

Der Fang von Meerestieren bildet die Existenzgrundlage der Menschen vor Ort. Das Meereis wird auch heute noch als Landweg genutzt, um neue Wege in die Wildnis zu erschließen. Im winterlichen Frühling, wenn das Meereis dick ist und die Sonne hoch oben am Himmel steht, unternehmen viele Einheimische Hundeschlittentouren oder Schneescooterausflüge, um das Wochenende im Freien verbringen zu können. In den Bergen beginnt die Zelt- und Campingsaison. Das ähnelt doch auch den Frühlingserlebnissen, die Sie als Gast mit einem lokalen Guide erleben können. Hier hat sich das touristische Angebot aus den Alltagsbeschäftigungen der lokalen Bevölkerung entwickelt.

 

„Ich fahre in der ganzen Welt Kajak, aber Grönland ist die Nummer eins – besonders Ostgrönland und ganz besonders die Scoresbysund Gegend! Und die heute hier lebenden Menschen – die Jäger – haben ein schönes Leben. Sie lieben die Natur!”

SOMMER UND WINTER IN ITTOQQORTOORMIIT

Sie können sich auch für ein höheres Abenteuerlevel mit einer längeren geführten Hundeschlittenreise auf dem Liverpool Land nördlich der Stadt entscheiden, wo die Fahrt an einer Reihe von historischen Fänger- und Forscherhütten vorbeiführt, die an viele Geschichten aus der Wildnis erinnern.

In der kurzen und intensiven Sommerperiode können Sie sich ein Kajak für eine kurze oder lange Tour ausleihen. Eine Bootstour im eisgefüllten Scoresby Sund ermöglicht den Zutritt zu den heute unbewohnten Siedlungen Kap Hope und Kap Tobin und dem einladenden, wenn auch etwas kühlen Sandstrand bei der Walrossbucht. Kap Tobin ist auch als Uunartoq bekannt, „dem Ort, wo man sich verbrennt“. Grönlands heißeste Quelle, die 62 Grad warm wird, liegt nämlich ganz in der Nähe.

In der kurzen und intensiven Sommerperiode können Sie sich ein Kajak für eine kurze oder lange Tour ausleihen.