ULTIMA THULE

Schon in der Antiken Philosophie wurde der nördlichste Punkt der Erde – und damit das Ende der bekannten Welt – Thule genannt. Als Ultima Thule bezeichnen Geologen den nördlichsten Landpunkt der Welt, der regelmäßig neu entdeckt wird. Unabhängig von diesen Entwicklungen haben Entdecker und Literaten die grönländische Stadt Qaanaaq zur Spitze der Welt verklärt. Grönländer nannten die Gegend Avanersuaq, den hohen Norden, und Qaanaaq ist der absolute Norden Grönlands. Und doch ist die Stadt erreichbar. Heute müssen Sie nicht mehr Extremsportler sein, um Qaanaaq zu entdecken. Alles was Sie brauchen, sind eine gute Portion an Neugier und Offenheit.

Hier entwickelt sich aus einer langen Unterhaltung schon mal ein Bootstrip oder eine Hundeschlittentour mit einem einheimischen Fischer, ohne dass Sie dies vorher organisiert und zeitlich getaktet hätten. Ein strenger Plan wird hier oben gern zu Gunsten von Tagesabläufen verworfen, an denen jeder Nachmittag mit neuen Erfahrungen aufwartet – manchmal überraschend und doch immer als ein außergewöhnliches Abenteuer.

Als ich das erste Mal in Grönland war, habe ich in Qaanaaq bei einer Familie gewohnt. Das war eine der besten Erfahrungen meines Lebens. Seitdem bin ich zweimal zurückgekommen, weil ich es so sehr liebe!"

  • Qaanaaq ist die nördlichste Stadt in Grönland und nur 30 km von Kanada entfernt.
  • Qaanaaq hat ungefähr 650 Bewohner plus 4 umliegende Siedlungen.
  • Zwischen Ende April und Ende August scheint die Sonne 24 Stunden pro Tag.
  • Qaanaaq war keine ursprünglich grönländische Stadt. Qaanaaq wurde 1953 von US-Amerikanern gegründet, da sie Grönländer aus dem Ort Pituffik (und auch anderen) umsiedelten, um die Thule Air Base dort errichten zu können, wo damals Pituffik lag.

EIN LAND FÜR ENTDECKER

Qaanaaq zieht Entdecker an. So wie Ihre Neugier Sie heute nach Qaanaaq treibt, so zog die ungewöhnliche Landschaft auch vor mehr als 4500 Jahren die frühen Inuitkulturen an.

Grönländer aus Qaanaaq stehen für eine starke und innovative Inuitkultur. Sie sind durchaus stolz darauf, die Menschen hinter der klassischen Assoziation von Inuit zu sein – als Kunsthandwerk herstellend und mit dem Kajak oder Hundeschlitten jagend. 

Vielleicht ist es für Sie die spannendste Entdeckung, mit den Menschen aus Qaanaaq in Kontakt zu treten und deren Alltag und Kultur kennenzulernen. Im hohen Norden hält sich der Tagesrhythmus noch an die Jahreszeitenwechsel mit Polarnacht und Mitternachtssonne.

DIE NATUR IN QAANAAQ ENTDECKEN

Hundeschlittentouren sind die ultimative Aktivität in Qaanaaq. Auf diesem nördlichen Breitengrad ist die Hundeschlittensaison die längste in ganz Grönland, denn die kalten Temperaturen und das Meereis trotzen der Sonnenperiode ziemlich lange.

Begleiten Sie einen Einheimischen auf einer Tour zum Eisfischen und fühlen Sie den Herzschlag des Atlantiks, auch bekannt als Trampeln der Hundepfoten auf dem zugefrorenen Meer. Oder machen Sie es, wie man es in Qaanaaq tut und wenden Sie sich den Bergen im Süden zu, von deren zackenförmigen Schatten Sie noch viele Monate träumen werden.

Während der kurzen Sommersaison können Sie in den Bergen hinter Qaanaaq klettern und weit hinaus zur Baffin Bay schauen. Und sollten Sie die Chance haben: Nehmen Sie das Boot und entdecken Sie die Küstenlinie um Qaanaaq mit Gewässern voller turmhoher Eisberge und Ausblick auf die umliegenden Siedlungen! Eine davon liegt sogar noch nördlicher als Qaanaaq selbst.

Am Ende Ihrer Reise in den hohen Norden werden Sie wissen und schätzen, dass Qaanaaq gar nicht unentdecktes Land ist, sondern für eine fortschrittliche und mutige Inuitkultur ein Zuhause am Ende der Welt geworden ist.

 

In Qaanaaq ist man nicht in der Tundra oder in der Kälte! Doch die Kultur geht eine enge Verbindung mit der Natur ein. Hier kann man erleben, wie sich dies organisch entwickelt. Die Natur fällt die Entscheidungen – nicht Uhr oder Brieftasche."