Größter Nationalpark der Welt

Mit einer Fläche von 972 000 km² ist Grönlands Nationalpark der größte Nationalpark der Welt. Die Fläche entspricht fast der Größe von Frankreich und Italien zusammen und umfasst den gesamten nordöstlichen Teil von Grönland nördlich von Ittoqqortoormiit (Scoresbysund). Er erstreckt sich von Knud Rasmussens Land im Norden bis zur Siedlung Mesters Vig im Osten.

Die Küstenstrecke ist insgesamt 18 000 km lang und umfasst sowohl die höchsten Teile der größten Eiskappe auf der nördlichen Halbkugel als auch die nördlichsten Landgebiete der Welt. Hier haben unterschiedliche Inuitkulturen jahrtausendelang dank der hocharktischen Tierarten gelebt und überlebt.

Hier haben unterschiedliche Inuitkulturen jahrtausendelang gelebt.

Nur eine kleine Gruppe von insgesamt etwa 40 Personen lebt hier.

Etwa 40 permanente Einwohner

Heute haben die Fänger aus Ittoqqortoormiit als einzige regelmäßigen Zugang zum Gebiet. Sie machen im ansonsten so gut wie unbewohnten Nationalpark Hundeschlittentouren und gehen auf die Jagd. Die Einzigen, die in diesem gigantischen Gebiet permanent wohnen, sind eine kleine Gruppe von insgesamt etwa 40 Personen, die auf fünf Siedlungen verteilt sind. Diese Gruppe besteht aus dem Personal auf den Wetter- und Überwachungsstationen.

Überwachung

Die Schlittenpatrouille Sirius hat ihren Stützpunkt bei Daneborg in Nordostgrönland. Die Aufgabe der Patrouille besteht darin, das Gebiet während Hundeschlittenreisen und Schifffahrten zu überwachen. Sie kontrollieren ebenfalls Expeditionen und Naturschutzbestimmungen im Nationalpark. Die Wetterstationen auf der Station Nord und in Danmarkshavn sind auch bemannt. Die Hauptaufgabe des Personals in Danmarkshavn ist es, zweimal täglich einen Wetterballon mit Messinstrumenten steigen zu lassen. Auch Mesters Vig ist bemannt; vor allem im Sommer herrscht im ehemaligen Minenort ein lebhaftes Treiben.

  • Der größte Nationalpark der Welt
  • Areal: 972 000 km²
  • 18.000 km lange Küstenstrecke
  • Ca. 40 permanente Einwohner
  • Von der Schlittenpatrouille Sirius überwacht

Der Nationalpark ist generell jedes Jahr ein Ziel für viele wissenschaftliche Expeditionen.

Forschung

Die Forschungsstation Zackenberg liegt ca. 450 km nördlich von Ittoqqortoormiit. Hier überwacht man die Auswirkungen des Klimawandels und forscht auf diesem Gebiet. Die Station liegt in einer hocharktischen Klimazone, die früher als andere Zonen auf Änderungen des globalen Wetters reagiert. Der Nationalpark ist generell jedes Jahr ein Ziel für viele wissenschaftliche Expeditionen. Im Gebiet gibt es eine reichhaltige arktische Flora und Fauna, und viele kommen ebenfalls hierher, um die vielen Spuren der Siedlungen aus der Vergangenheit zu erforschen. An der tausende Kilometer langen Küste liegen die Reste der ehemaligen Inuitsiedlungen, von denen mehrere tausend Jahre alt sind.