Am Heiligen Abend gibt es gut besuchte Gottesdienste, zu denen viele in Nationaltracht kommen. Die Männer haben weiße Anoraks an, die nur zu festlichen Anlässen getragen werden.
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Im Dezember werden die Stuben geschmückt und in den Fenstern hängen die typischen Weihnachtssterne. Durch die Nähe zum Nordpol gibt es zu dieser Jahreszeit gar kein oder nur wenig Tageslicht. Nördlich des Polarkreises bekommt man die Sonne monatelang nicht zu Gesicht, während sie in Südgrönland nur kurz über den Bergen auftaucht. Die beleuchteten Weihnachtssterne sind dann in allen Fenstern zu sehen, seien es öffentliche Gebäude, Läden oder Wohnungen.
Jeder Ort im Lande verfügt über einen beleuchteten Weihnachtsbaum, der an erhöhter Stelle aufgestellt wird. Weihnachtsbäume in der Stube sind allgemein üblich. Sie werden aus Dänemark eingeführt, da im hiesigen arktischen Klima keine Bäume wachsen. Früher machte man „Weihnachtsbäume“ aus Treibholz, das mit Heidekraut geschmückt wurde. Manche hängen noch dieser Tradition an, während die meisten jedoch einen importierten Baum kaufen.
Behängt wird er mit typisch grönländischem Baumschmuck sowie von Kindern gebasteltem Schmuck. Bei Ersterem kann es sich um Stiefel aus Robbenfell und andere landestypische Sachen handeln, die friedlich neben „normalem“ Baumschmuck hängen. In der Regel wird der Weihnachtsbaum am Abend des 23. Dezember von den Eltern geschmückt.
Nach Weihnachten freut man sich auf das neue Jahr, das hier – wie in Europa üblich – mit gutem Essen, Feuerwerk, Gesang und Sekt gefeiert wird. Etwas ist jedoch anders:
Am 31.12. wird der Jahreswechsel nämlich zweimal gefeiert, und zwar um 20 Uhr (Mitternacht in Dänemark) und wegen des Zeitunterschiedes nochmals um 0 Uhr grönländischer Zeit. Beide Male werden der nachtblaue Himmel und die verschneite Landschaft vom Licht vieler farbenfroher Feuerwerksraketen erhellt.
Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!