Wer Grönland richtig kennen lernen möchte, sollte sich nach Qeqertarsuaq begeben, denn hier kann man erleben, wie die Einheimischen während des Winters leben.
Hier einige tolle Ausflugstipps:
Kangerluk
Von Qeqertarsuaq kann man mit dem Hundeschlitten nach Kangerluk fahren. Dabei kommt man durch das Tal Blasedalen, das sich als tiefe Schlucht durch das Basaltmassiv der Disko-Insel zieht. An ihrem Ende befindet sich der höchste Punkt, von wo aus man einen phantastischen Ausblick auf den nächsten Fjord hat!
Über das Eis geht es im Schlitten zur Siedlung Kangerluk, wo sich 30 bis 40 Menschen das ganze Jahr über aufhalten. Damit gehört sie zu den kleinsten Siedlungen des Landes. Hier gibt es einen kleinen Laden mit Postschalter, eine Schule, eine Kirche und ein Gemeinschaftshaus, wo man etwas essen kann. Dafür sorgen die Bewohner der Siedlung. Gruppen von 10 bis 15 Teilnehmern werden in kleine Gruppen mit 2 bis 4 Personen unterteilt, die in Jagdhütten untergebracht werden. Da die meisten Gäste bei den Siedlungsbewohnern übernachten, erhalten sie aus erster Hand einen Eindruck vom hiesigen Leben.
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Wir waren von ihrer Gastfreundschaft angetan. Wenn man sich in der Siedlung umschaut, erfährt man, womit sich die Bewohner hier beschäftigen, nämlich mit Eisangeln und Robbenjagd. Vor einer Woche wurde sogar ein Eisbär erlegt. Am Abend kam es zu einer spontanen Disko-Tanzveranstaltung im Gemeinschaftshaus und dabei hatten wir viel Spaß! Es herrschte eine tolle, warmherzige Atmosphäre.
Am nächsten Tag ging es mit dem Hundeschlitten auf dem Meereseis entlang der Küste und wir bemerkten, dass das Licht ganz anders war, als am Tag zuvor. Am 3. Tag machten wir uns auf den Rückweg nach Qeqertarsuaq. Da die Hunde einige steile Bergstrecken bewältigen mussten, stiegen wir ab und gingen neben dem Schlitten her. Einige der jungen Hunde, die erstmals eine solche Tour mitmachten, zogen es zuweilen vor, zu spielen, statt sich ihrer eigentlichen Aufgabe zu widmen. Es ist ein tolles Erlebnis, denn außer dem Atmen der Hunde hört man nichts, und hat ihren Körpergeruch in der Nase.
Qeqertarsuaq
Von Qeqertarsuaq aus kann man mit dem Motorschlitten zum Lyngmark Gletscher (Lyngmarksbraen) fahren und in einer komfortablen Hütte mitten darauf übernachten. Wir bauten auch einen Iglu. Das ist harte Arbeit, denn man muss den Schnee in Stücke schneiden und übereinander schichten, bis das Dach geschlossen ist. Bei den letzten Stücken muss man Vorsicht walten lassen, damit nicht alles zusammenfällt.
Auch wenn es im Iglu relativ warm ist, braucht man zum Übernachten einen guten Schlafsack und eine Matratze. Wir zogen es vor, in der gemütlichen Hütte zu bleiben, wo wir bei Kerzenschein zu Abend aßen. Ein Blick auf das Thermometer zeigte -25 °C Außentemperatur an.
Ein weiterer, empfehlenswerter Ausflug mit dem Hundeschlitten führt entlang der Küste nach Kuannit, wo man gefrorene Wasserfälle bestaunen kann. Auf dieser über das Meereseis führenden Tour ist man umgeben von riesigen Eisbergen. Es ist ein eigenartiges Gefühl, ihnen so nahe zu sein, und man staunt über die vielen Farben, in denen sie erglänzen. Sie reichen von Weiß über Grau bis hin zu Grün.
Die hier erwähnten Touren gehören zum Angebot des Veranstalters Topas (Dogsledge at the Disko Island).