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Grönländisch

Eine in ständiger Entwicklung begriffene Sprache

Ganze Sätze in einem Wort
Grönländisch gehört zur Gruppe der eskimoischen Sprachen. Hierbei handelt es sich um eine polysynthetische Sprache, bei der man einen Satz bildet, indem in ein zentrales Wort alle oder viele Wörter ‚hineingesteckt’ werden. Ein grönländisches Wort kann daher sehr lang werden und alles enthalten, wozu in einer anderen Sprache ein ganzer Satz erforderlich wäre.

Foto: Greenland Tourism and Business Council, Malik Milfeldt
Kommunikation
Verschiedene Dialekte
Grönländisch lässt sich grob in vier Dialekte einteilen, nämlich in Süd-, West- und Ostgrönländisch sowie in den Thule-Dialekt. Westgrönländisch ist die offizielle Landessprache, die alle Kinder neben Dänisch und Englisch lernen. In kleineren Orten und Siedlungen wird oftmals nur Grönländisch gesprochen und vielleicht einige Brocken Dänisch. Daher empfiehlt es sich, während der Reise einige Wörter zu lernen, um sich verständlich zu machen.

Grönländische Lehnwörter
In Grönland freut man sich, wenn Fremde versuchen, einige Brocken Grönländisch zu sprechen. Man kann ja mit so einfachen Wörtern wie „Hallo“ beginnen, was „aluu” heißt, oder aber „Tschüss“, das „baaj” heißt. Dabei handelt es sich um Lehnwörter aus dem Englischen („Hallo“ und „Bye“), das die während des 2. Weltkrieges hier stationierten Amerikaner sprachen.

Eine beschreibende Sprache
Grönländisch entwickelt sich – wie andere Sprachen auch – ständig weiter, und wo man keine Lehnwörter gebraucht, bildet man treffende Wörter. Der Computer heißt in der Landessprache „qarasaasiaq“, was direkt übersetzt „künstliches Hirn“ heißt, während die Kartoffel „naatsiiat“ genannt wird, was soviel bedeutet wie „etwas, auf dessen Wachstum man lange warten muss“. Die geschriebene und gesprochene Sprache sind ein Kapitel für sich! Darüber erfährt man mehr in den ins Internet gestellten Büchern, die sich mit der grönländischen Sprache befassen.
 





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