Hvalsey Kirke In der Nähe des Ortes Qaqortoq in Südgrönland liegt die Ruine der Kirche Hvalsey Kirke, die größte und am besten bewahrte Kirchenruine aus der Zeit der Nordländer. Sie wurde im 14. Jh. aus Stein gebaut und misst 16 x 7 m. Mit der daneben liegenden Ruine eines Hofkomplexes aus der gleichen Zeit bekommt man eine Ahnung davon, wie die Menschen damals lebten.
Der Vatikan in Rom verfügt in seinen Annalen über eine historisch wichtige Beschreibung über eine Hochzeit und zwar von Thorstein Olafsson und Sigrid Bjørnsdatter in der Hvalsey Kirke im Jahr 1408. Demnach reisten die letzten Hochzeitsgäste 1410 zurück nach Island. Der Bericht über diese Hochzeit ist das letzte schriftliche Zeugnis der Nordländer in Grönland.
Krummstab aus Gardar
Die Gardar Domkirke Nach der Christianisierung Grönlands um das Jahr 1000 war das Christentum bald von so großer Bedeutung, dass der junge Pfarrer Arnald 1124 zum Bischof ernannt wurde.
Der imposante Bischofssitz Gardar wurde kurz danach in dem Gebiet angelegt, das man heute als Igaliku kennt, in der Nähe von Narsarsuaq. Bischof Arnald zählte bald zu den größten Landbesitzern und er war es wahrscheinlich auch, der in Südgrönland ein Mönchs- und ein Nonnenkloster einrichtete.
In den letzten Jahren wurden Dom und Bischofssitz renoviert und stellen heute ein schönes Andenken an die Zeit der Nordländer auf Grönland dar. Der Dom war 27 x 16 m und somit die größte aller mittelalterlichen Kirchen in Grönland.
Heute ist nur noch der obere Teil des Fundaments der Kirche und der bischöflichen Residenz übrig. Eine Gesamtrekonstruktion der Gebäude wie in Qassiarsuk wurde noch nicht durchgeführt.