Eine Gesellschaft voller Kontraste Wenn man in Grönland ankommt, erblickt man zunächst einen Flughafen voller Menschen. Später gewahrt man geschäftiges Treiben in den Häfen, mehrstöckige Häuser, Autos aller Marken, moderne Geschäfte, Bildungseinrichtungen, Cafés und Kinos. Diese Eindrücke passen so gar nicht zu den Vorstellungen, die man gemeinhin von der dünn bevölkerten arktischen Einöde hat. Beides findet man jedoch in Grönland, und der Kontrast zwischen Alt und Neu ist überwältigend.
Lebendiges Leben in den größeren Orten
Grönland hat seinen Status als ursprüngliches Land mit „urwüchsigen“ Bewohnern weitgehend erhalten können. Ganz besonders gilt dies für die kleineren Orte und Siedlungen, wo heute noch etwa 2500 Menschen vom Robbenfang abhängig sind. Hier fließt das Leben langsamer, als in den nach grönländischen Verhältnissen geschäftigen Städten Nuuk, Ilulissat und Sisimiut.
Moderne Technologie Wussten Sie, dass mehr als 98% der Einwohner moderne Kommunikationstechniken nutzen und dass das innovativ eingestellte grönländische Unternehmen Royal Greenland der weltweit größte Anbieter von Kaltwassergarnelen ist? Oder war Ihnen bekannt, dass das hiesige Inlandeis zur Herstellung von Bier genutzt und gefroren oder als Wasser exportiert wird?
Alte und neues Kinderwagen
Weitgehende Autonomie Grönland verfügt seit 1979 über eine Selbstverwaltung, sodass politische Entscheidungen, die früher in Dänemark fielen, jetzt im Lande getroffen werden. Zwischen Grönland und Dänemark besteht jetzt eine Realunion, und die beiden Länder treffen gemeinsam Beschlüsse zu außenpolitischen und verteidigungspolitischen Fragen sowie zur Rohstoffpolitik, polizeilichen und juristischen Aufgaben. Auch wenn Grönland politisch zunehmend selbstständiger auftritt und wirtschaftliche Verträge mit vielen Ländern abschließt, werden die Traditionen in den großen Orten und Siedlungen weiterhin gepflegt.